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Evidenzen der Bilder : Visualisierungsstrategien in der medizinischen Diagnostik um 1900 (Volume 11)

By: Contributor(s): Resource type: Ressourcentyp: Buch (Online)Book (Online)Language: German Publisher: [Erscheinungsort nicht ermittelbar] : Franz Steiner Verlag, 2020Description: 1 Online-RessourceISBN:
  • 9783515128186
Subject(s): Additional physical formats: Erscheint auch als: Evidenzen der Bilder. Druck-Ausgabe Stuttgart : Franz Steiner Verlag, 2021. 182 SeitenRVK: RVK: XB 4800Online resources: Summary: Evidenz beschreibt etwas, das unmittelbar einleuchtet. Wissenschaftliche Abbildungen erheben zwar den Anspruch, evident zu sein, aber ihre Evidenz ist nicht natürlich. Sie ist nur mittelbar für diejenigen einleuchtend, die sie lesen können. Das gilt auch für Bilder in der medizinischen Diagnostik: Im Visualisierungsprozess diagnostischer Abbildungen werden zum einen Strukturen und Zusammenhänge sichtbar gemacht, die zuvor unsichtbar waren. Zum anderen muss über Lese- und Denkprozesse die Evidenz in das Bild implementiert werden. Allerdings sind diese Bilder primär durch Mehrdeutigkeit und Unbestimmtheit geprägt, was Strategien der Evidenzproduktion erfordert. Hierzu gehören der Einsatz geschulter Zeichner am Mikroskop, die Produktion von Diagrammen auf Basis von Messwerten, der versierte Einsatz von Endoskopen sowie die physikalisch-chemische Erzeugung von Radiogrammen zur Sichtbarmachung des Körperinneren. Die Evidenz diagnostischer Abbildungen unterliegt also immer bestimmten Verfahren und Strategien der Evidenzzuschreibung. Sie bleibt eine nützliche Fiktion, die überaus vielfältig und immer kontextabhängig ist. Heiner Fangerau und Michael Martin sprechen deshalb statt von Evidenz im Singular von den Evidenzen diagnostischer Bilder im PluralPPN: PPN: 1778464424Package identifier: Produktsigel: ZDB-94-OAB
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